Wenn du ein Dorf möchtest, musst du der Dorfbewohner sein .. oder so

Im Internet kursiert seit ein paar Jahren der Tenor: Du bist wichtig & richtig – egal, was du fühlst, denkst oder tust.

Und wo ich verstehe, dass diese Selbstliebebewegung ein wichtiger Faktor ist, so ist’s auch wichtig, sich mal vor Augen zu führen, wie einsam diese Egoliebe machen kann.

Wo ist das Dorf?

Du möchtest deiner Freundin nicht im Wochenbett helfen, da es nicht in deinen Zeitplan passt? Ok, you do you.

Du möchtest deinen Freund nicht ins Krankenhaus fahren, da du den Sprit nicht ausgeben möchtest? Ok, you do you.

Du möchtest deine Oma nicht besuchen, die einsam ist, weil du zu müde bist? You do verdammt nochmal you.

ABER! Wundere dich dann bitte auch nicht, dass niemand für dich da ist, wenn du sie bräuchtest.

„Everyone wants a village but no one wants to be a villager”

Ich glaube, wir haben vergessen, wie es geht, sozial zu sein. Und zwar nicht nur zum Schein online, wenn wir es teilen können, sondern so richtig im realen Leben.

Um Menschen im Leben zu haben, die sich um dich kümmern, musst du auch mal Dinge tun, auf die du gerade keinen Bock hast. Die ein bisschen Aufwand benötigen. Du musst auch mal über deinen Schatten springen.

Ich glaube, wir leben in einer Generation, in der das Wichtigste ist, sich immer nur selbst wohl zu fühlen. „Du über alles“ ..

Aber was wir dadurch verlieren, sind ECHTE Verbindungen. Menschen, auf die wir zählen können, wenn es mal hart wird.

Niemand von uns möchte sich zu gefordert fühlen – möchte bloß nicht zu viel machen und jeder sieht einfach nur sich selbst.

Jeder möchte das Dorf, aber nichts zum Dorfleben beitragen.

Nur Früchte ernten, aber keine Samen sähen.

Es IST unangenehm, für Menschen da zu sein

Es wird vielleicht nicht in deinen Tagesplan passen. Es wird anstrengend für dich sein. Es könnte dir einen Strich durch die Rechnung machen.

Und natürlich solltest du dich nicht ausnutzen lassen!

Aber wir müssen schon etwas Geben, um zu Bekommen.

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About Me

Hi, ich bin Julia, frische 30 Jahre alt und zweifache Mama. Verheiratet bin ich auch – ah & Fotografin. Aber irgendwie auch Hobbybloggerin. Also sehr viel. Hier auf meinem Blog versuche ich dich dazu zu inspirieren, inmitten des chaotischen Familienalltags dein Gold & Glitzer zu finden. Die Kindheitsmagie. Bleib ne Weile!