Vom Sommertrubel in den Herbstzauber

Es ist Oktober. Der herbstlichste Herbstmonat, wenn ihr mich fragt. Ein Monat, in dem sich viel verändert. Die Blätter fallen, der Regen wird stärker und morgens, wenn man sich auf den Weg in die Kita macht, friert man schon ordentlich. Der Fußsack ziert nun den Kinderwagen und wenn man nach Hause kommt, macht man sich einen warmen Tee und ein Feuer an.

Ein Kontrastprogramm zum Sommer, in dem alles darauf gestimmt ist, viel zu erleben.

Der Herbst lädt uns dazu ein, das Gegenteil zu tun & uns vorzubereiten auf die Zeit im Jahr, in der wir Winterruhe halten dürfen.

Langsam wird das Licht weicher, die Luft klarer. Die Tage fühlen sich anders an. Ein bisschen langsamer. Ein bisschen leiser.

Heute stelle ich dir vor, wie wir uns in diesem Herbst vornehmen können, ihn so willkommen zu heißen, wie er ist – ohne Sehnsüchte nach Schneller, mehr und weiter.

Rituale & Routinen


1 – KERZEN, KERZEN, KERZEN

Irgendwie ist der Tipp ja schon fast ein bisschen ausgelutscht, aber eben auch, weil er soooo stimmt! Die Morgen sind dunkler & abends sagt die Sonne, die sich tagsüber schon eh sehr wenig blicken lassen hat, früher gute Nacht. Wusstet ihr, dass Licht, vor allem warmes, durch Kerzen ausgelöstes, nachweislich Stresshormone senken kann?

Außerdem ist es gesund, sich bewusst einen Moment Zeit zu nehmen, Kerzen anzuzünden & aus den verschiedenen Alltagssituationen einen Achtsamkeitsmoment zu machen.

Also zünden wir nun jeden Morgen Kerzen an zum Frühstück. Selbst die Kinder lieben es. Denn sie sind ganz gefesselt vom Kerzenlicht & ich meine mir einzubilden, dass sie dadurch auch ruhiger am Tisch sitzen.

Denkt natürlich daran, die Kinder nicht mit den Kerzen alleine zu lassen.

Auch an der Fensterbank machen sich Kerzen morgens & abends wunderbar . In Metall-Laternen sind sie auch sicher, wenn man den Raum für einen Moment verlässt.


2 – EIN GEBORGENES ZUHAUSE

Die Tage gehören wieder dem Zuhause. Bücher, Tee, Kuscheldecken, … kleine Basteleien & manchmal auch ein gemütlicher Familienfilm mit selbst gekochtem Kakao.

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Während wir im Sommer viel Zeit draußen verbracht haben, kommen wir im Herbst bewusst nach Hause. Wir wärmen uns auf & fühlen uns geborgen.


3 – OHNE ZIEL, SONDERN FÜR DEN MOMENT

Wir gehen nun einfach wieder spazieren, nicht, weil wir uns bräunen wollen oder weil wir uns verpflichtet fühlen dazu, da es „ja so schönes Wetter ist“, sondern weil wir die frische Luft genießen wollen und uns schon auf das nach Hause kommen freuen, bevor wir überhaupt das Haus verlassen haben.

Einfach, weil es das schönste Gefühl überhaupt ist, nach Hause zu kommen ins Warme.

Wir backen mehr & probieren neue Rezepte aus, einfach, weil der Duft durchs Zuhause zieht und weil wir wieder Zeit dazu haben. Zimt, Nelken, Kardamom – all die Herbst Düfte dürfen jetzt wieder einziehen.

Der Herbst ist die perfekte Gelegenheit dazu, langsame, kleine Schritte zu gehen. Nicht, um es perfekt zu machen, sondern um zu spüren, was wir kreieren und fühlen können.

Lass mich in den Kommentaren wissen, was du gerne im Herbst backst.. gibt es ein spezielles Familiengericht? Ich sammle gerne!


Entschleunigung bewusst leben

Ich mag, dass der Herbst uns einlädt, das Tempo rauszunehmen. Nicht alles zu schaffen, sondern zu spüren.

Wir orientieren uns weniger an Erwartungen, sondern mehr an dem Zusammenkommen, kreieren und erleben – aber nicht das erleben des trubeligen Sommers, sondern das Erleben von echten Verbindungen. Liebe, Geborgenheit und Gemütlichkeit. Das alles sind Stichwörter des Herbstes – wenn wir eingekuschelt unter einer Decke liegen und Herbstbücher anschauen, während es draußen stürmt.

wenn du nicht eh schon zu früh aufstehst oder gerade schlaflose Nächte hast, weil du ein Baby zuhause hast, dann Versuch mal, eine halbe Stunde früher aufzustehen & Dir die Zeit bewusst zu nehmen, um deinen Kaffee in Ruhe zu genießen. Ich habe den Vorteil eines Mannes, der sowieso früher, als ich aufstehen muss und mir morgens schon immer den Kaffee vorbereitet 🤭 und ich muss euch ganz ehrlich sagen, ich genieße die Morgen in Ruhe, während die Kids noch schlafen, einfach für mich. Oft klappt es auch einfach nicht, da die Kids schneller wach werden oder ich völlig fertig bin von einer schlaflosen Nacht, da mein Kleinkind nachts viel stillen wollte. Aber wenn die Gelegenheit da ist, nutze ich sie.

Blicke einmal bewusst aus dem Fenster. Ehrlich! Du glaubst gar nicht, was das für einen Effekt haben kann. Oft stehe ich einfach mit meinem kleinen Sohn nach dem Mittagsschlaf am Fenster, öffne es und lausche den raschelnden Blättern und dem leise nieselnden Regen. So erdend & Man hat immer am Tag irgendwann einen kleinen Moment dafür Zeit.

Lass dir von deinen Kindern beim Backen und Kochen helfen. Ja, das wird dich verlangsamen & Ja, genau das ist der Punkt. Zelebriere das Backen an sich, statt nur schnell fertig werden zu wollen!


Verbindung & Achtsamkeit

Der Herbst bietet wunderbare Chancen zum gemeinsamen Zeitvertreib:

• Spieleabende

• Familienfilme

• Lautes Vorlesen

• Bastelprojekte

• Teenachmittage

• gemeinsames Baden

Was ist euer Familienrhythmus im Herbst? Worauf legt ihr Wert?

Kostenloses Familienmanifest zum Ausdrucken & Ausfüllen

Hier bekommt ihr eure Vorlage für euer persönliches Herbstmanifest als Familie als PDF ->


Ich wünsche euch einen wundervollen Herbst und viel Freude, Gemütlichkeit und Geborgenheit ✨ eure Julia

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About Me

Hi, ich bin Julia, frische 30 Jahre alt und zweifache Mama. Verheiratet bin ich auch – ah & Fotografin. Aber irgendwie auch Hobbybloggerin. Also sehr viel. Hier auf meinem Blog versuche ich dich dazu zu inspirieren, inmitten des chaotischen Familienalltags dein Gold & Glitzer zu finden. Die Kindheitsmagie. Bleib ne Weile!